Serielle Datenkommunikation

Anstatt jedem zu übertragenden Signal einen eigenen Kommunikationskanal in Form einer elektrischen Leitung zuzuordnen verwendet man heute für den Datenaustausch im Kfz serielle Bussysteme. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass sich mehrere elektronische Steuergeräte lediglich ein Übertragungsmedium teilen um untereinander Daten auszutauschen. Einerseits resultiert daraus ein deutlich geringerer Verkabelungsaufwand, was sich in erster Linie positiv auf die Kosten, den Platzbedarf, das Gewicht und die Zuverlässigkeit auswirkt. Andererseits können Informationen an alle im Bussystem angeschlossenen elektronischen Steuergeräten verteilt werden - für viele moderne elektronische Systeme im Kfz eine Grundvoraussetzung.

Neben weiteren günstigen Auswirkungen wie eine beschleunigte Installation, ergeben sich aufgrund der Tatsache, dass sich innerhalb eines seriellen Bussystems mehrere elektronische Steuergeräte ein Kommunikationsmedium teilen, eine Reihe von Herausforderungen, denen sich der Entwickler stellen muss. Dazu zählen vor allem die Synchronisation der Busknoten, die Sicherstellung einer rechtzeitigen Datenübertragung, und die Adressierung. Eine weitere Herausforderung besteht darin, die serielle Kommunikation trotz widrigsten Umgebungsbedingungen, im Wesentlichen hervorgerufen durch mechanische, thermische, chemische und elektromagnetische Einflüsse, so sicher wie möglich zu machen.

Aus diesen Herausforderungen leiten sich eine Vielzahl von Kommunikationsaufgaben ab, die man der  besseren Handhabbarkeit wegen in einer Kommunikationsschicht aggregiert, über die die auf den Busknoten befindlichen Applikationen kommunizieren, also Daten austauschen können. Der Aufbau der Kommunikationsschicht und der Umgang mit dem Datenaustausch werden durch das Referenzmodell der Datenkommunikation (ISO 7498) erleichtert.






© 2006-2008 Vector Informatik GmbH. Letzte Änderung: 2007-06-25

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