Der Datenaustausch in einem LIN-Cluster wird vom LIN-Master kontrolliert bzw. delegiert. Zu mittels einem Zeitplan (LIN-Schedule) definierten Zeitpunkten legt der LIN-Master einen Frame-Header auf, den ein LIN-Slave zum LIN-Frame vervollständigt. Im Falle eines Master Request Frames oder eines Sporadic Frames überträgt der LIN-Master selbst die Frame-Response.
Die Sendezeitpunkte müssen so gewählt werden, dass für die Übertragung des LIN-Frames genügend Zeit zur Verfügung steht. Dabei muss eine Zeitreserve von 40 % und ein Jitter berücksichtigt werden. Die Summe aus dem Jitter und der maximal einzuplanenden Übertragungszeit ergibt die Mindestanforderung an das Design eines Sende- bzw. Frame-Slots (Soll-Frame-Slot).
Weil die LIN-Schedule bzw. ein Frame-Slot in Mini-Slots (z.B. 5 msec) gegliedert ist, und ein Mini-Slot (entspricht der im LDF definierten Time-Base) der kleinsten Zeitauflösung für die Abarbeitung der LIN-Schedule entspricht, ergibt sich üblicherweise eine positive Diskrepanz zwischen dem Ist- und dem Soll-Frame-Slot. Denn für die Übertragung eines LIN-Frames müssen so viele Mini-Slots vorgesehen werde, damit die Übertragung des entsprechenden LIN-Frames garantiert ist. Die positive Diskrepanz bezeichnet man als Interframe Space.

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