Für den Test und die Validierung von Flexray-Systemen ist es notwendig, das Systemverhalten bei Fehlern und Störungen genauer zu untersuchen. FRstress generiert reproduzierbare Störungen auf einem Kanal im FlexRay-Cluster. Es können sowohl Protokollfehler als auch Störungen der Busphysik erzeugt und über Triggerbedingungen aktiviert werden. Dem Entwickler und Tester steht damit ein leistungsstarkes Stressmodul zur Verfügung.
Eigenschaften und Vorteile:
FRstress ist ein handliches Hardware-Modul, das abhängig von der gewünschten Störung unterschiedlich in das System integriert wird. Für asynchrone Störungen und physikalische Modifikationen der Busleitung wird FRstress als weiterer Netzknoten angeschlossen. Für bitgenaue Störungen wird FRstress dagegen direkt in die Busleitung eingesetzt. Ein dritter Modus aktiviert lediglich die Triggerlogik mit hochohmigem Abschluss für die Ansteuerung externer Geräte.
Funktionen:
FRstress bietet zahlreiche Funktionen wie zum Beispiel:
- Erzeugen von asynchronen und synchronen Störsequenzen
- Modifikation einzelner Frame-Bits inklusive CRC-Nachberechnung (z.B. Sync-Flag)
- Zuschaltbares RC-Netzwerk mit einstellbaren Wiederständen und einer Kapazität
- Schaltbare Verbindungen zwischen den Busleitungen, zu Masse und zur Versorgungsspannung
- Triggerlogik für die Erkennung der unterschiedlichen Positionen im FlexRay-Frame (u. a. Header, Payload...)
- 4 parallele Triggerbedingungen und zugehörige Störsequenzen
- Konfiguration über FIBEX-Datenbanken
- Triggerausgang zur Ansteuerung externer Geräte wie zum Beispiel Oszilloskop oder Signalgenerator
- Synchronisationsmöglichkeit für den parallelen Betrieb von zwei FRstress Modulen, um beide FlexRay-Kanäle zu stören