eASEE Basissystem - Das Engineering Data Backbone

Basiskonzepte

eASEE bietet mit der Grundfunktion „Engineering Data Management“ die Möglichkeit, ein organisationsweites Engineering Data Backbone aufzubauen. Hier werden alle Ergebnisse der Entwicklungsarbeit als eASEE-Objekte verwaltet. Das zentrale Datenbanksystem bietet Funktionen, um die eASEE-Objekte in Versionen und Varianten zu verwalten. eASEE-Objekte verfügen über einen Lebenszyklus. Dies ist die Abfolge der Zustände, die ein Objekt durchlaufen kann. Somit wird am Objekt ersichtlich, ob z.B. ein Quellcode bereits freigegeben ist oder sich noch in der Testphase befindet. Mit diesen Mitteln ist auch eine Historie zur Verfolgung von Änderungen einfach darstellbar. Engineering-Daten werden damit für alle Beteiligten transparent und zugreifbar. Beliebige Autorenwerkzeuge, wie z.B. MATLAB & SIMULINK zur Bearbeitung und Darstellung der Artefakte können einfach integriert werden.

eASEE-Objekte können zu Konfigurationen zusammengefasst werden. Konfigurationen werden wieder als eASEE-Objekte behandelt und können somit ebenfalls hierarchisch gruppiert sowie versioniert werden.
eASEE unterstützt das Auffinden von Dokumenten, Datenstrukturen und Konfigurationen über komfortable Suchfunktionen. Hier können Anfragen anhand von Suchkriterien, wie Attribut, Status, Relation und Verwendungsbeziehung zwischen Objekten, gestellt werden. Unter Verwendung eines Difference-Viewers werden inhaltliche Unterschiede zwischen Datenobjekten aufgezeigt.
Individuell eingerichtete Ansichten auf die Datenstruktur optimieren die Überschaubarkeit der Anwendungsfälle. Durch das Anlegen von „Queries“ werden Suchabfragen gespeichert, die eine benutzerspezifische Sicht auf Daten bieten.
Anwendungsbereiche können in Domänen gekapselt werden. Nur freigegebene Engineering-Daten sind in anderen Domainen sichtbar.



Unterstützte eASEE Objekte

Dateiobjekte:
Dateien werden durch Objektklassen semantisch klassifiziert und bilden Instanzen dieser Klassen. Jeder Klasse können spezifische Dateitypen zugeordnet werden, die die physikalische Repräsentation der Dokumente darstellen.

Beispiel einer eASEE.edm Objekthierarchie:

Beispiel einer eASEE.edm Objekthierarchie

Datensätze:
Analog zu Dateiobjekten kann nahezu jede Art von strukturierten Datensätzen als relationale Datenstruktur abgebildet, versioniertund konfiguriert werden. Diese Objekte verhalten sich genauso wie Dokumentenobjekte, das heißt, sie können Attribute und Relationen besitzen.

Container:
Container stellen ein zentrales Konzept in eASEE dar. Sie ermöglichen eine überaus flexible und differenzierte Bildung von Datensammlungen. In einem Container können Daten und Dokumentversionen zu beliebigen Konfigurationen zusammengefasst werden. Die Versionen können unabhängig von einander versioniert und in Beziehungen gesetzt werden. Ein Container enthält jedoch nicht die Objekte selbst, sondern nur die Information über die Verwendungsbeziehung der zusammengefassten Versionen. Beispielsweise können in einem Container für eine bestimmte Konfiguration eines Steuergerätes die entsprechenden Daten für Software- und Hardwarekomponenten gruppiert werden.

 

Lebenszyklus für Engineering-Objekte

Jeder Dokumenten- oder Containerklasse kann ein Lebens zugewiesen werden. Dieser besteht zum einen aus einer Abfolge frei definierbarer Lifecycle-Zustände, und zum anderen legt er dieReihenfolge der Statusübergänge fest. Dem einzelnen Status kann jeweils ein Symbol zur grafischen Hervorhebung der betreffenden Version zugeordnet werden.

 

Versions-, Varianten- und Konfigurationsmanagement

Versionsmanagement:
Während der fortlaufenden Weiterentwicklung versioniert eASEE sämtliche Objekte automatisch (Revisionen). Jede Veränderung eines Objekts selbst wie auch dessen Metadaten werden in einer Historie protokolliert und sind damit jeder Zeit rekonstruierbar.

Variantenmanagement:
eASEE unterstützt die Bildung von Varianten eines Objekts(Branching). Während eine Revision eine den Vorgänger ablösende Weiterentwicklung eines Objekts darstellt, sind Varianten parallele Entwicklungszweige, die unabhängig voneinander entwickelt werden können.

Beispiel eines History Tree mit Versionen und Varianten:

Beispiel eines History Tree mit Versionen und Varianten

Konfigurationsmanagement:
Versionen können zu Konfigurationen zusammengefasst werden. In eASEE wird dies durch versionierbare Container erreicht, die hierarchisch strukturiert werden können und so beliebige Konfigurationshierarchien bilden können.

Mehrfachverwendung:
Für alle Versionen gilt das Single-Source-Prinzip, das heißt, eine bestimmte Version existiert im System physikalisch nur einmal. Die Bildung von Konfigurationen mit Versionen erfolgt daher durch eine Referenzierung dieser Version im Container. Eine Version kann so in beliebig vielen Containern enthalten sein bzw. referenziert werden, ohne dass es zu divergierenden Versionsständen kommen kann.

 

Rückverfolgbarkeit (Traceability)

eASEE bietet umfangreiche Möglichkeiten, Daten miteinander in Verbindung zu setzen. Die Wiederverwendung und Rückverfolgbarkeit von beliebigen eASEE-Objekten ist damit sichergestellt. Funktionen wie Verwendungsnachweis und Aktualitätsnachweis werden für alle Objekte und auf allen Hierarchieebenen explizit unterstützt. Beziehungen zwischen beliebigen Artefakten (z.B. zwischen Lastenheften und Testspezifikationen oder zwischen Projekten und Projektplänen) werden in eASEE als Relationen modelliert. Alle Relationen können in beide Richtungen verfolgt werden.

 

Workflows

eASEE bietet mit integrierten Workflows die Möglichkeit, wiederkehrende Schritte in den Geschäftsprozessen auf einfache Weise zu formalisieren. Abläufe in der Organisation werden transparent, wiederholbar und nachvollziehbar. Organisatorische Vorgaben können automatisiert werden. Routineaufgaben werden dadurch unterstützt und es bleibt mehr Zeit und Freiraum für weitere Tätigkeiten. Workflows werden rollenbasiert als Zustandsgraph modelliert. Zu jedem Workflow gehört ein Formular, das die für den Workflow wichtigen Daten darstellt oder Eingabe- und Änderungsmöglichkeiten anbietet. Workflows und eASEE-Objekte sind in der eASEE Basis eng miteinander verzahnt. So können Workflows beispielsweise einfach an den Lifecycle von Objekten gekoppelt werden.

 

Messaging Services

eASEE verfügt über flexible Benachrichtigungsmechanismen. Neben neuen Tasks werden auch Informations-Mails, z. B. bei Statusänderungen von Projektmeilensteinen, über den Mail-Server der Organisation versendet. Die Mails können dabei sowohl in Bezug auf den enthaltenen Inhalt als auch auf das Layout angepasst werden. Hyperlinks in den Mails zu den Artefakten sind möglich.

 

Reporting

eASEE stellt leistungsfähige Berichtsfunktionen bereit. So können z.B. für Projekte Standardreports, wie eine Meilenstein-Trendanalyse oder ein Ressourcenauslastungs-Report, erstellt werden. Damit stehen dem Anwender Methoden zur Verfügung, um wertvolle Aussagen über den Projektablauf oder den Projektstatus zu machen. So können Projektleiter die Qualität der Projektplanung schneller beurteilen. Bestehende Reports lassen sich in einfacher Weise erweitern und an die jeweiligen Bedürfnisse anpassen.

 

Berechtigungskonzept

eASEE verfügt über ein durchgängiges Berechtigungskonzept. Aufgrund der feingranularen Vergabe von Rechten auf beliebige eASEE-Objekte werden Verantwortlichkeiten in der Organisation verdeutlicht. Das Berechtigungskonzept unterstützt globale Gruppen und Rollen, die statische organisatorische Strukturen widerspiegeln. Diese sind jedoch zu starr, wenn dynamische Informationen abgebildet werden sollen. Zu diesem Zweck werden in eASEE parametrisierte Gruppen und Rollen eingesetzt. Ein Beispiel für eine solche dynamische Information ist die Rolle „Projektleiter“. Sie wird normalerweise nicht organisationsweit definiert, sondern einem konkreten Projekt zugewiesen. Demgegenüber kann die Gruppe „Software-Entwickler“ einerseits organisationsweit als globale Gruppe, andererseits projektspezifisch als parametrisierte Gruppe definiert werden. Rollen sind konfigurierbare Mengen von Rechten. Eine Gruppe ist eine Menge von Anwendern, der administrativ eine oder mehrere Rollen zugewiesen werden kann. Sowohl Gruppen als auch Rollen können hierarchisch aufgebaut werden.

 

Import- und Export-XML

eASEE ermöglicht den Export und Import von beliebigen Objekten. Hierzu stehen leistungsfähige Export- und Import-Schnittstellen zur Verfügung. Das Datenaustauschformat basiert dabei auf XML. Um flexibel auf unsere kundenspezifischen Anforderungen zu reagieren, bietet die Schnittstelle die Möglichkeit zur Verarbeitung verschiedener Import- bzw. Exportformate. Dazu wird im Rahmen eines Customizings das Fremdformat typischerweise mittels einer XSLT-Transformation in das Standard-eASEE-Austauschformat umgewandelt. Diese Transformation kann ebenso wie zusätzliche Batch-Skripte in den Export- bzw. Import-Prozess integriert werden.

 

Flexibles Customizing

Die Abbildung der Eigenschaften, Strukturen und Beziehungen der Projekt- und Produktdaten werden in eASEE als Modell hinterlegt. Dazu wird durch einen initialen Customizing-Schritt ein Datenmodell beschrieben und in einer Anwendungsdomäne realisiert.

 

Plugin-Entwicklung

Sowohl auf Server- (COM, .NET) als auch auf Client-Seite verfügt das eASEE Basissystem über umfangreiche Programmier¬schnittstellen. Diese dienen zur Erweiterung der Funktionalität und für den Datenaustausch mit externen Applikationen. Dadurch kann einerseits direkt auf das Datenmodell der relationalen Datenbank zugegriffen und andererseits die grafische Benutzerschnittstelle an eigene Bedürfnisse angepasst werden. Durch eine ausgereifte Plugin-Technologie ist die Entwicklung und Integration eigener Menüs, Toolbars und Dialoge sowie auch die direkte Beeinflussung von eASEE-Funktionen möglich.

 

Multi-site-Anwendungen mit Global Team Support

In großen Konzernen sind die Mitarbeiter, die mit eASEE-Dokumenten arbeiten, oft über mehrere Kontinente verstreut. Mit Hilfe des Features ‚Global Team Support’ wird eine Beschleunigung des Arbeitens über geographisch verteite Standorte durch komplette oder partielle Replikation des File-Repositories auf die unterschiedlichen Standorte erreicht.

© 2006-2008 Vector Informatik GmbH. Letzte Änderung: 2008-10-24

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