LIN (Local Interconnect Network) ist ein kostengünstiges, serielles Kommunikationssystem für verteilte elektronische Steuergeräte im Kraftfahrzeug. Das LIN-Protokoll wird durch das LIN-Konsortium - in dem Vector assoziiertes Mitglied ist - spezifiziert.
Eigenschaften und Vorteile:
Mit zunehmender Softwarekomplexität ist es von Vorteil, standardisierte Softwarekomponenten einzusetzen. Die gewonnenen Erfahrungen bei der Entwicklung und im Umgang mit anderen Protokollen sind konsequent bei der Entwicklung der Vector LIN-Komponenten genutzt worden:
- Standardkomponenten, die auf einem generischen Code basieren, sind für anwendungsspezifische Anforderungen skalierbar
- Automatisches Generieren der Parametereinstellungen und -konfigurationen
- Geringer Bedarf an ROM- und RAM-Speicher
- Laufzeiteffizienz
- Einfache Einbindung in die Anwendersoftware
- Kompatibilität mit der Produktpalette von Vector einschließlich Analyse-, Simulations- und Kalibrierungswerkzeuge.
- Unterstützung der LIN 1.2/1.3, LIN 2.0 und LIN 2.1 Spezifikation
- Unterstützung mehrkanaliger LIN Konfigurationen
LIN-Netzwerke werden im LDF (LIN Description File) Format gemäß der "LIN Configuration Language Specification" beschrieben. Damit sind alle Informationen zur Definition von Signalen, Bot-schaften, Baudrate und Schedule Tables festgelegt. Entsprechend den Erfordernissen des Steuergeräts können sämtliche LIN-Komponenten mittels Vector's Konfigurationswerkzeugs GENy angepasst werden, das zur Parametrisierung entweder LDFs oder NCFs (Node Capability File) importiert. Im Einzelnen:
- Anpassung der steuergerätespezifischen Parameter an das Netzwerkdesign
- Konfiguration des LIN-Treibers auf die Gegebenheiten des Steuergerätes, z.B. Oszillator Frequenz, UART,..
- Konfiguration der Diagnoseservices bei LIN-Slave-Steuergeräten
- Definition der Botschafts- und Signal-Callbacks
Damit ist es möglich, einen individuell konfigurierten LIN Stack zu erstellen. Die Objektcodes der LIN-Softwarekomponenten müssen mit der Applikation kompiliert und gelinkt werden. Zur Integration und Analyse sowie für Testzwecke sind Vectors Simulations- und Analysewerkzeuge für LIN verfügbar. Für den physikalischen Buszugriff ist die XL-Interface-Familie, die universelle, serielle Busankopplung für den LIN-Bus, erhältlich.
Die zeitliche Steuerung der LIN-Softwarekomponenten wird durch zyklisches Aufrufen von Tasks durch die Anwendung oder ein Betriebssystem realisiert. Somit werden keine zusätzlichen Timer durch den LIN-Treiber belegt.
Funktionen:
- Initialisierung der LIN-Hardware
- konfigurierbare Baudrate (empfohlene 2400, 9600 und 19200 Baud)
- Versenden von LIN-Botschaften (Bestätigung mittels Flag- und Callback-Funktionen)
- Empfang von LIN-Botschaften (Benachrichtigung durch Flag- und Callback-Funktionen)
- Schlaf- und Weckbehandlung
- Behandlung von Protokollfehlern
- Timeout-Überwachung von Botschaften
- Überprüfung des Laufzeitverhaltens während der Entwicklungsphase (Debugging).
LIN wurde zur Vervollständigung des Portfolios der Automobil-Protokollstandards entwickelt, ist aber auch in anderen Gebieten, wie der Automatisierungstechnik, vorteilhaft einzusetzen. Der Fokus richtet sich dabei auf kostengünstige Kommunikationsnetzwerke von Steuergeräte-Subsystemen mit niedrigen Datenraten. LIN ergänzt somit langfristig die bestehenden Busprotokolle.
Was ist CANbedded LIN?
Die Vector CANbedded LIN Umgebung besteht aus einer Anzahl von untereinander kompatiblen Software-Komponenten für die grundlegenden Kommunikations-Anforderungen in LIN-Steuergeräten.

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